Reifendruck und Kraftstoffverbrauch
Die Fahrzeughersteller schreiben für jeden Fahrzeugtyp den Reifendruck vor, genauer gesagt den Mindest-Reifendruck. Er beeinflusst das gesamte Fahrverhalten und damit die Fahrsicherheit sowie den Kraftstoffverbrauch und die Reifenlebensdauer. Er ist meist unterschiedlich je nach Belastung für das leere oder voll beladene Fahrzeug angegeben. Diese Informationen sind im Handbuch oder meist auf einem Aufkleber in der Tür, im Handschuhfach- oder im Tankdeckel ersichtlich. Bei der Drucküberprüfung - nur bei kalten Reifen - soll man auch den Druck des Reserverades nicht vergessen.
Eine Unterschreitung des vorgeschriebenen Reifendrucks führt zu erhöhtem Rollwiderstand, schwammigem Fahrverhalten und insbesondere zu starker Erwärmung des Reifens durch die stärkere Walkarbeit. Fast alle Reifenschäden bei Autobahnfahrten sind auf Überhitzung der Reifen durch zu geringen Luftdruck (genau gesagt: deutliche Unterschreitung des vorgeschriebenen Mindest-Reifendrucks) zurückzuführen.
Durch Erhöhung des Reifendruckes von zum Beispiel 0,2 bar über den angegebenen Mindestwert des Herstellers erreicht man einen etwas niedrigeren Rollwiderstand, der sich in geringfügig niedrigerem Kraftstoffverbrauch zeigt. Darüber hinaus kann durch die Erhöhung des Luftdruckes in gewissem Rahmen die Lenkgenauigkeit, die Fahrstabilität und damit die Straßenlage insgesamt verbessert werden. Denn eine Erhöhung des Luftdruckes macht den Reifen in sich steifer und verringert insbesondere auch den Schräglaufwinkel. Dies ist jedoch nur durchzuführen, wenn in der Betriebsanweisung des Fahrzeuges explizit diese Abweichung vom sogenannten „Komfortluftdruck“ beschrieben und ermöglicht wird.
Nachteile der Erhöhung des Reifendrucks können hingegen ein Verlust an Fahrkomfort durch höhere Federsteifigkeit des Reifens sowie eine eventuell ungleichmäßige Abnutzung des Reifens sein: das Profil könnte sich in der Mitte der Lauffläche schneller abnutzen als an den Reifenkanten. In Summe kann die Abnutzung des Reifens auch höher sein als bei Optimaldruck. Gleiches gilt für zu niedrigen Luftdruck, hier werden jedoch die Laufflächen seitlich stärker abgenutzt. Daneben verringert sich auch die Haftung des Reifens, da dieser mit einer kleineren Aufstandsfläche die Straße berührt (Die Fläche verringert sich, da der Reifen weniger walken kann und bei sehr stark überhöhtem Fülldruck sich die Lauffläche nach außen wölbt.)
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Richtiger Reifenfülldruck
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Der Reifen rollt mit der ganzen Lauffläche auf der Fahrbahn.
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Das Profil fährt sich gleichmäßig ab = maximale Kilometerleistung
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Größte Haftfläche = minimaler Bremsweg = optimale Kurvenstabilität = optimaler Fahrkomfort
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Zu hoher Reifenfülldruck
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Der Reifen berührt nur mit der Mitte der Lauffläche die Fahrbahn und fährt sich dort stärker ab.
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Geringe Haftfläche = längere Bremswege = verringerte Kurvenstabilität = der Reifen wird hart und fährt sich unkomfortabel
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verringerte Lebensdauer der Reifen
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Zu niedriger Reifenfülldruck
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Die Mitte der Lauffläche hat keine Bodenkontakt, der Reifen läuft auf seinen Schultern.
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Erhöhter Reifenabrieb am Schulterbereich = geringere Kilometerleistung = starke Erhitzung der Reifen
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Längere Bremswege durch geringe Haftfläche
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Verringerte Lebensdauer der Reifen
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Tipps
- Luftdruck 2 x pro Monat und besonders vor langen Fahrten am kalten Reifen prüfen!
- Bei warmen Reifen in keinem Fall Luft ablassen!
- Luftdruck an die jeweilige Beladung anpassen. Informationen hierüber stehen in der Bedienungsanleitung, am Türholm oder Türdeckel.
- Bei Umrüstung auf Sonderreifen/Räder gelten spezielle Luftdruckangaben. Fragen Sie den Reifenhersteller, Umrüster oder Tuner.
- Reserverad regelmäßig kontrollieren!
- Immer Ventilschutzkappen aufsetzen.
Ein zu hoher Luftdruck erhöhrt den Verschleiß an den Radaufhängungen, da die Reifen nicht mehr so gut Schläge abfedern können; zudem verschlechtert sich die Haftung. Es bringt also auch z. T. gravierende Nachteile mit sich, den Reifendruck aus dem Willen heraus, Kraftstoff zu sparen, wesentlich zu erhöhen.
Quelle: wikipedia.de; reifensicherheit.de
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